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DLAN oder WLAN?

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WLAN oder DLAN oder beides?
Bei der Einrichtung eines Netzwerkes ist es immer von zentraler Wichtigkeit und Bedeutung, sich bereits vorab Gedanken darüber zu machen, auf welcher Technik man sein Netzwerk aufbauen möchte. So bieten sich neben der konventionellen und klassischen Ethernetkabelmethode noch WLAN und DLAN an. Bei Netzwerken die auf Geschwindigkeit optimiert sind, kommt dabei fast immer die klassische Verkabelung mit Ethernetkabeln zum tragen. Neben der besten Geschwindigkeit benötigt man für eine direkte Verbindung zwischen zwei Clients keine weitere Hardware. Damit ist diese Methode auch die am schnellsten zu installierende Methode. In einem Haushalt kommen dabei aber auch noch andere Aspekte zum tragen. Die wenigstens Menschen können die Kabel sauber hinter den Bodenleisten verlegen bzw. haben weder die Zeit noch die Lust die Kabel zu verlegen. Außerdem hat man trotzdem das Problem, dass man mit einem transportablen Gerät keinen Kabelanschluss hat bzw. keinen will. Wenn also aus optischen oder räumlichen Gründen die Verkabelung mittels Ethernetkabeln nicht zur Verfügung steht, stehen nur noch zwei andere Methoden zur Auswahl: WLAN und D LAN.

Was ein WLAN bieten kann

Beim WLAN werden die Daten mittels eines Signals über die Luft übertragen. Gegenstände können das Signal entweder reflektieren und damit weiterleiten oder in bestimmten Fällen auch abdämpfen bzw. komplett schlucken. Wände die in einem Winkel von 90° zum Boden stehen dämpfen das Signal teilweise stark, wobei die Stärke der Dämpfung von der Dicke und dem verwendeten Material in der Wand abhängt. So dämpfen Etagendecken bzw. -böden das Signal sehr stark, wohingegen das Signal von einer normalen Zimmerwand relativ wenig abgedämpft wird. Eine akzeptable Verbindung kommt aber meist spätestens nach der vierten Zimmerwand und einer Strecke von 30 Metern zum erliegen. Abhilfe schaffen kann dann nur noch das anbringen eines Access Points, der das Signal des Routers dann wieder verstärkt. Ein weiterer kleiner Nachteil des WLANs ist, dass man zum wirklichen Absichern des Netzwerkes einige Zeit braucht und des unter Umständen auch relativ schwierig sein kann.

Das DLAN im Vergleich

Bei dem Aufbau eines DLAN Netzwerkes hingegen gibt es quasi keinen Konfigurationsaufwand. Alles was man tun muss, ist das Integrieren der Adapter in das Stromnetz. Die erreichbaren Geschwindigkeiten hängen stark von dem verwendeten Standard ab und reichen von 11 Mbit/s bei dem HomePlug Verfahren bis zu 500 MBit/s bei dem IEEE 1901 Verfahren. Mit dem seit Januar 2012 anwendbaren HomePlug AV 2 Verfahren sind sogar Geschwindigkeiten von 1,5 GBit/s möglich. Dabei muss beachtet werden, dass die oben genannten Geschwindigkeiten Brutto Geschwindigkeiten sind und die tatsächlichen Geschwindigkeiten des DLANs von vielen Faktoren abhängen. Wie beim WLAN gibt es auch beim DLAN Störfaktoren, dass sind allerdings andere, da das Übertragungsmedium nicht die Luft ist sondern das Stromkabel. Störfaktoren sind Stromkästen, Stromzähler und Mehrfachsteckdosenleisten. Ein großer Vorteil des DLAN gegenüber dem WLAN ist, dass das DLAN eine Reichweite von maximal 300 Metern besitzt. Die Angabe richtet sich allerdings nach der Leitungslänge und nicht der Luftlinie.

DLAN oder WLAN oder doch beides zusammen?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die beiden Verfahren sind nicht ausschließen. Wenn man ohne Kabel sich in das Internet einwählen möchte, führt immer noch kein Weg an der WLAN Technologie vorbei. Damit man sich aber das Verlegen von Kabeln sparen kann (bzw. ist es oftmals auch einfach nicht möglich) empfiehlt es sich, die Stromkabel für das Übertragen von Daten zu benutzen, da diese bereits immer vorhanden sind. So kann mit DLAN eine Leitungslänge von 200 Metern überbrücken und dann einen DLAN Adapter benutzen, der automatisch ein WLAN erzeugt. So kann man in Synergie beide Verfahren benutzen.

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